Das GIMP




Mit dem GIMP kannst Du z.B. Fotos bearbeiten, Bilder mit unglaublichen Effekten aufpeppen, neue Muster kreieren oder coole Logos entwerfen - CD Covers, Einladungen, Flyer oder Grusskarten designen - Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!




Mit GIMP kannst Du
  • Bilder vergrößern, verkleinern, drehen, spiegeln, perspektivisch verzerren und vieles mehr!
  • Bilder zurechtschneiden, verformen, aufeinander kleben, stapeln
  • eine Collage aus vielen verschiedenen Bildern machen
  • Farben verändern: aufhellen, verdunkeln, komplett austauschen, ineinander fließen lassen usw.
  • Fotomontagen erstellen
  • Fetzige Logos und Beschriftungen machen
  • Total psychedelische Kompositionen machen
  • und überhaupt die coolsten Filter verwenden


Als Vorlagen kannst Du natürlich alles Mögliche wie Fotos, abstrakte Bilder, Zeichnungen, Screenshots, eingescannte Dokumente verwenden oder einfach selber neue Bilder erstellen.


Das GIMP bietet sehr viele Möglichkeiten, man kann immer wieder neue Kombinationen von Filtern entdecken, geniale Farben verschmelzen lassen oder einfach lustige Muster kreieren - mit dem GIMP kannst Du alle Deine Ideen umsetzen!

Mit dem GIMP kannst Du genauso arbeiten wie Vollprofi-Grafiker (manche Grafiker verwenden lieber das GIMP als zum Beispiel Photoshop, vor allem für Webdesign bietet es mehr). Die Erfahrungen die Du beim "Herumgimpen" sammelst, kannst Du auch bei anderen Profi-Programmen verwenden, der Umstieg ist in beide Richtungen leicht.

Übrigens: Angeblich hat die Figur in Quentin Tarantinos Pulp Fiction nichts mit GIMP zu tun (Zed: Bring out the Gimp).

Gehen wir's an
Starte mal das GIMP



Übrigens: Die Tipps, die am Anfang kommen, kannst Du ruhig lesen, die sind ja brauchbare Ratschläge. Einfach schließen.

Zuerst erstellst Du ein leeres Bild:
Datei->Neu




Nun hast Du eine weisse Fläche vor Dir. Jetzt kannst Du diese Fläche mit einer Farbe füllen. Dazu wählst Du im Menüfenster den Farbkübel aus. Die Farbe kannst Du in der Farbauswahl wählen, durch einen Doppelklick auf die Farbfelder öffnet sich der Farbauswahldialog, hier kannst Du eine Farbe wählen. Nach einem Klick in das Bild ist es nun mit der Farbe gefüllt!




Du kannst eine Fläche auch mit einem Muster füllen, dazu wählst Du den Farbkübel aus, Füllart Muster, das Muster kannst Du aus fast 60 vorgefertigten Mustern wählen. Nach Klick ins Weiße ist das Bild mit dem Muster ausgefüllt!





Nun kannst Du diesem Bild eine neue Ebene als Vordergrund hinzufügen, so bleibt der Hintergrund erhalten. Dazu klickst Du im Fenster "Ebenen, Kanäle, Pfade" links unten auf das Feld mit dem Blatt und hältst gleichzeitig die SHIFT-Taste gedrückt. Nun kannst Du durch klicken auf "Transparent" und "Okay" eine neue, durchsichtige Ebene hinzufügen.






WICHTIG: im Ebenendialog muss die Ebene, in der Du arbeiten möchtest, ausgewählt sein. Dazu klickst Du einfach die jeweilige Zeile an, diese wird dann blau unterlegt.




Nun kannst Du in diese neue Ebene etwas einfügen, z.B. eine Sonne. Dazu wählst Du die Ebene aus, im Menü oben am Bildrand: Auswahl>Alles (eine Auswahl erkennt man daran, dass die "Ameisen" drumherum marschieren.)





Jetzt wählst Du aus dem Menü:
Filter>Licht-Effekte>Supernova
Nun kannst Du noch die Position, Farbe und Grösse der Sonne verändern.




Durch Klick auf "okay" ist die Sonne in der neuen Ebene.





Bilder abspeichern:
Um ein Bild in mehreren Ebenen abzuspeichern, verwendet man das Format .xcf
 



Datei>Speichern unter>NameBild.xcf oder im selben Fenster
Dateityp bestimmen auf xcf setzen.

INFO:
unter Gimp kann man auch Bilder auch als psd (Photoshop) speichern



Bilder zusammenfügen:
Um mehrere Ebenen zusammenzufügen
Bild>Bild zusammenfügen
Dieses Bild kann man nun z.B. im Format "jpg" abspeichern







Bilder einscannen:
Datei>Holen>xscanimage>
und da müsste Dein Scanner schon aufscheinen, wenn er automatisch erkannt wurde.
Eine Liste der mit Linux kompatiblen Scanner findet ihr auf http://www.sane-project.org, die gängigeren Modelle sind alle unterstützt.






Die Auflösung von 300 dpi ist ein guter Kompromiss, 100 dpi fürs WWW und 300 bis 600 dpi für den Druck reichen fürs erste aus.

Vorsicht!
Mit höhere Auflösung brauchen die Bilder auch sehr viel mehr Platz am Rechner. Wenn Dein Linux die Bilder nicht auf einer Festplatte oder USB-Stick abspeichern kann, ist der Speicher im Rechner bald voll.

Mit Preview Window schaltest Du das Vorschaufenster ein, nach Acquire Preview kannst Du einen Ausschnitt im Vorschaufenster ziehen und dann schickt der Scan-Knopf das Bild vom Scanner ins GIMP.


hier noch einige Tipps:

um die Bildgröße zu verändern:
Bild>Skalieren


um Farben zu verändern:
Ebene>Farben>
und
Filter>Farben>


um ein Farbbild schwarz-weiss zu machen:
Ebene>Farben>Sättigung
entfernen


um etwas unscharf zu machen:
Filter>Weichzeichner>

Beispiel:





Das Ergebnis:
 




um etwas schärfer zu machen:
Filter>Verbessern>Schärfen

einen Lupeneffekt erzeugen:
Filter>Glaseffekte>Lupeneffekt










eine Seite einrollen (ein Eselsohr zu erzeugen):
Filter>Verzerren>Seite einrollen





Das Schachbrettmuster zeigt, dass die Ebene dort durchsichtig ist. Wenn Du hier eine Ebene darunter hinzufügst, ist die dort sichtbar.

Filter um Bilder zu verwirbeln, zu einem Mosaik zu machen etc.:
Filter>Verzerren>

um schöne Muster zu erzeugen:
Filter>Render>

Beispiel Fraktal-Explorer:











um ein neues Foto wie ein altes aussehen zu lassen:
Script-Fu>Decor>Old Photo









INFO:
um Befehle rückgängig zu machen
STRG + Z drücken oder im Ebenendialog>Journal



AUFGERÄUNTER SCHREIBTISCH: Um ein grosses Menüfenster zu haben, musst Du im Dock
den Pfeil (rechts oben) anklicken>Reiter hinzufügen>Werkzeugeinstellungen





VIEL SPASS!

Julia & Mark